Stand der Genehmigungsverfahren für den 6040 Carbonizer
12 März 2026
Matt O’Connor, Produktspezialist für Carbonizer, berichtet über den aktuellen Stand der Genehmigungsverfahren in den Vereinigten Staaten für den innovativen 6040 Carbonizer.
WICHTIGE PUNKTE
Die EPA betrachtet Waldabfälle als Prozessbestandteil für die Herstellung von Biokohle, nicht als Abfall.
Der 6040 wird nicht als Anlage zur Verbrennung anderer fester Abfälle (Other Solid Waste Incineration – OSWI) nach CAA Abschnitt 129 eingestuft und benötigt keine Betriebsgenehmigung nach Titel V zur Herstellung von Biokohle aus sauberem Holz.
Der 6040 wird nicht als stationäre Quelle gemäß Abschnitt 111 des Luftreinhaltungsgesetzes (Clean Air Act) eingestuft und ist daher von den spezifischen Anforderungen für stationäre Quellen gemäß Abschnitt 111 ausgenommen.
Der 6040 ist von den Vorschriften zur Verbrennung von gewerblichen und industriellen festen Abfällen (Commercial and Industrial Solid Waste Incineration – CISWI) (gemäß CAA Abschnitt 129 und 40 CFR Teil 60, Unterabschnitte CCCC und DDDD) ausgenommen, die für Anlagen gelten, die feste Abfälle in gewerblichen / industriellen Einrichtungen verbrennen.
Mehrere erfolgreiche Pilotprojekte in Kalifornien
Entwicklung unkomplizierter Genehmigungsverfahren in Virginia, Pennsylvania, North Carolina, Florida, Texas und Oregon
Das Tigercat Team zur Unterstützung bei Genehmigungsverfahren begleitet potenzielle Kunden durch den Genehmigungsprozess.
Der Tigercat 6040 Carbonizer ist eine mobile, auf Raupenfahrwerken montierte Maschine, die Holzabfälle vor Ort in hochwertige Biokohle umwandelt. Er reduziert das Volumen um 90 % und bindet 20 bis 30 % des im Ausgangsmaterial verfügbaren Kohlenstoffs, während die Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren um bis zu 98 % gesenkt werden.
Bahnbrechende Technologie sollte nicht nur leistungsfähig, sondern auch einfach einsetzbar sein. Als Tigercat Industries diesen mobilen Carbonizer auf den Markt brachte, bewegte sich das Unternehmen in einen Bereich, für den es noch keine etablierten rechtlichen Rahmenbedingungen gab. Da Kunden vor einer Investition in neue Technik Planungssicherheit brauchen, trafen wir eine bewusste Entscheidung: von Anfang an gemeinsam mit den Aufsichtsbehörden zusammenzuarbeiten, um klare und wiederholbare Genehmigungswege zu schaffen.
Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung dessen, was wir bislang gemeinsam mit der US-Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency – EPA) und den zuständigen Behörden der Bundesstaaten erreicht haben und wie dies künftigen Besitzern eines 6040 echte Sicherheit gibt.
Weichenstellung mit der EPA
Zu Beginn des Prozesses beantragte Tigercat beim Amt für Land- und Notfallmanagement (Office of Land and Emergency Management) der EPA eine Feststellung der Nichtanwendbarkeit gemäß dem Luftreinhaltungsgesetz (Clean Air Act – CAA). Die zentrale Frage war klar: Wenn der 6040 saubere, unbehandelte zellulosehaltige Biomasse (wie Waldreststoffe oder saubere Holzabfälle) zu Biokohle verarbeitet, gilt dieses Holz dann als fester Abfall oder als Prozessbestandteil?
Die positive Antwort der EPA war eindeutig: Das Ausgangsmaterial wird als Prozessbestandteil und nicht als Abfall eingestuft. Diese Feststellung bedeutet, dass der 6040 nicht als Anlage zur Verbrennung anderer fester Abfälle (Other Solid Waste Incineration – OSWI) nach CAA Abschnitt 129 eingestuft wird und keine Betriebsgenehmigung nach Titel V zur Herstellung von Biokohle aus sauberem Holz benötigt (sofern keine anderen Bedingungen nach Titel V zutreffen).
Entscheidend für die Vereinfachung des Genehmigungsverfahrens für den Tigercat 6040 in den USA ist die Anerkennung durch die Behörden, dass das Holzabfallmaterial ein Prozessbestandteil ist, dass der Prozess sehr geringe Emissionen verursacht und dass der 6040 ein nützliches Endprodukt erzeugt.
Darüber hinaus wird der 6040, da es sich um eine selbstfahrende, auf Raupenfahrzeugen montierte Maschine handelt, die für den mobilen Einsatz in Offroad-Gelände ausgelegt ist, nicht als stationäre Quelle gemäß Abschnitt 111 des Luftreinhaltungsgesetzes (Clean Air Act) eingestuft (in dem stationäre Quellen als Gebäude, Bauwerke, Einrichtungen oder Anlagen definiert werden, die Luftschadstoffe emittieren oder emittieren können). Abschnitt 111 bezieht sich auf die Leistungsstandards für neue Quellen (New Source Performance Standards – NSPS) für stationäre Quellen. Die Mobilität der Anlage und ihr nicht-stationärer Charakter stützen zudem ihre Befreiung von den anlagenspezifischen Anforderungen für stationäre Quellen nach Abschnitt 111 und entsprechen damit der Unterscheidung der EPA zwischen stationären Quellen und mobilen bzw. nicht straßengebundenen Quellen, die gegebenenfalls unter anderen Titeln des CAA geregelt sind.
Befreiung von den CISWI-Vorschriften
Der 6040 ist zudem von den Vorschriften zur Verbrennung von gewerblichen und industriellen festen Abfällen (Commercial and Industrial Solid Waste Incineration – CISWI) (gemäß CAA Abschnitt 129 und 40 CFR Teil 60, Unterabschnitte CCCC und DDDD) ausgenommen, die für Anlagen gelten, die feste Abfälle in gewerblichen oder industriellen Einrichtungen verbrennen. Da saubere zellulosehaltige Biomasse als Prozessbestandteil für die Biokohleproduktion (und nicht als fester Abfall) eingestuft wird, hat die EPA bestätigt, dass die Anlage nicht in den Anwendungsbereich der CISWI-Regelungen fällt. Dies steht im Einklang mit den Leitlinien der EPA zur Verwendung sauberer zellulosehaltiger Biomasse in Pyrolyseprozessen: Wenn das Ausgangsmaterial sauber ist (ohne Verunreinigungen, die über das bei unbelasteter Biomasse übliche Maß hinausgehen) und das Ergebnis ein nützliches Produkt wie Biokohle ist, wird der Prozess nicht als Abfallverbrennung eingestuft. Durch diese Befreiung entfallen die strengeren Emissionsgrenzwerte, Überwachungspflichten und Genehmigungsanforderungen, die für CISWI-Anlagen gelten, was den Einsatz mobiler, emissionsarmer Systeme wie des 6040 zusätzlich vereinfacht.
Diese kombinierte Entscheidung bringt mehrere praktische Vorteile mit sich:
Deutlich geringere Komplexität beim Genehmigungsverfahren und weniger Verwaltungsaufwand
Vermeidung strengerer Verbrennungsstandards gemäß den Abschnitten 129 und 111, einschließlich OSWI, CISWI und NSPS
Rechtliche Anerkennung der sinnvollen Wiederverwendung anstelle der Abfallentsorgung
Stärkere Grundlage für die Berechtigung zum Erwerb von CO₂-Zertifikaten
Im Anschluss daran haben wir um zusätzliche Leitlinien gebeten, um einheitliche Vorgehensweisen in allen EPA-Regionen und von den Bundesstaaten delegierten Programmen zu fördern und so den Weg für einen einheitlicheren nationalen Ansatz zu ebnen. Umfassende, von Tigercat Industries finanzierte Quellenmessungen haben zudem verlässliche Emissionsfaktoren für Feinstaub, Ruß und CO₂ ermittelt und liefern Betreibern und Behörden die erforderlichen Daten für eine unkomplizierte Einhaltung der Vorschriften.
Erfolge in Kalifornien
Theorie ist wichtig, doch erst die praktische Umsetzung beweist, dass der eingeschlagene Weg funktioniert. In Kalifornien, einer der aktivsten Regionen für Waldbrandprävention, haben wir in den Landkreisen Tehama, Lake und Nevada erfolgreiche Pilotprojekte durchgeführt, bei denen ausschließlich saubere Ausgangsstoffe verwendet wurden. Die Behörden reagierten positiv, mit minimaler Prüfung nach 40 CFR 241.3 sowie zügig erteilten kategorischen Freistellungen nach dem kalifornischen Umweltqualitätsgesetz (California Environmental Quality Act – CEQA) (Klassen 4 und 7) aufgrund der geringen Umweltauswirkungen des 6040.
Zu den herausragenden Erfolgen zählen:
ein zwölfmonatiges Pilotprojekt an der Middletown Wastewater Treatment Plant in Lake County
ein zügig bearbeitetes Genehmigungsverfahren in Nevada County für einen erweiterten Einsatz in La Barr Meadows
Anfang 2026 ging Earth Foundries eine Partnerschaft mit Falk Forestry ein, um brandgeschädigtes Holz aus dem August Complex Fire im Mendocino National Forest, der an das Tehama County grenzt, zu verarbeiten. Dieses Projekt gilt als Modell für eine moderne Waldsanierung, bei der organisches Material vor Ort verbleibt und zugleich das langfristige Waldbrandrisiko gesenkt wird.
Matt O'Connor, Produktspezialist für Carbonizer
Fortschritte in anderen Bundesstaaten
In Virginia und Pennsylvania sind für Einsätze mit sauberem Holz außerhalb von Überschreitungsbereichen in der Regel keine zusätzlichen Genehmigungen erforderlich. (Ein Überschreitungsbereich ist ein Gebiet, in dem die nationalen Luftqualitätsstandards für Luftschadstoffe nicht eingehalten werden.)
In Oregon werden anfängliche Betriebsgenehmigungen vom Umweltministerium (Department of Environmental Quality – DEQ) unkompliziert und zu vertretbaren Kosten erteilt. Ein bemerkenswertes Beispiel sind die erfolgreichen Einsätze von Tioga Logging, die dazu beitrugen, die geringe Umweltbelastung der Anlage nachzuweisen, und die Erteilung einer allgemeinen Genehmigung durch das Umweltministerium von Oregon (DEQ) für qualifizierte mobile Biokohle-Produktionssysteme wie den 6040 unterstützten. Dadurch wurden die Genehmigungsverfahren vergleichbarer Einsätze im gesamten Bundesstaat weiter vereinfacht.
North Carolina, Florida und Texas folgen einem ähnlichen Weg wie Oregon mit Einsätzen (einschließlich kommunaler Sammelstellen in North Carolina und laufender Betriebe in Florida und Texas), die unkomplizierte Genehmigungsverfahren für die Verarbeitung von sauberem Holz aufweisen. Standortspezifische Prüfungen stehen im Einklang mit der Einstufung durch die EPA als Nicht-Abfall, was effiziente Genehmigungsverfahren ermöglicht, die sich auf emissionsarme Anwendungen mit sinnvoller Verwendung konzentrieren, ohne die hohen Auflagen von OSWI oder CISWI
Optimierung für die Zukunft
Da Tigercat Industries landesweit immer mehr Maschinen des Typs 6040 ausliefert, arbeitet das Unternehmen aktiv mit den staatlichen Umweltbehörden zusammen, um allgemeine Genehmigungen speziell für mobile Carbonizer zu entwickeln oder zu erhalten. Dabei werden auf jeden Bundesstaat zugeschnittene Vorlagen für Genehmigungsverfahren erarbeitet, wobei die Erfahrungen aus früheren Pilotprojekten genutzt werden, um wiederholbare und vorhersehbare Rahmenbedingungen zu schaffen.
Das speziell dafür eingerichtete Tigercat Team zur Unterstützung bei Genehmigungsverfahren bietet praktische Unterstützung: Es prüft Lagepläne, erstellt Unterlagen und koordiniert die Zusammenarbeit mit lokalen Luftreinhaltungsbehörden und Regulierungsstellen, damit sich die Kunden auf ihre Arbeit konzentrieren können, anstatt sich mit Papierkram zu beschäftigen.
Diese Maßnahmen sollen die Unterschiede zwischen einzelnen Zuständigkeitsbereichen verringern und die Genehmigungszeiten für die Betreiber verkürzen. Parallel dazu bietet das speziell dafür eingerichtete Tigercat Team zur Unterstützung bei Genehmigungsverfahren praktische Unterstützung: Es prüft Lagepläne, erstellt Unterlagen und koordiniert die Zusammenarbeit mit lokalen Luftreinhaltungsbehörden und Regulierungsstellen, damit sich die Kunden auf ihre Arbeit konzentrieren können, anstatt sich mit Papierkram zu beschäftigen.
Betreiber, die CO₂-Zertifikate anstreben, unterstützt das Team dabei, einfache Protokolle für Monitoring, Reporting und Verifizierung durch unabhängige Dritte zu nutzen, mit denen sich Umweltleistungen in zusätzliche Einnahmen umwandeln lassen.
Sicherheit für jeden Kunden
Der Genehmigungsprozess für wirklich innovative Technologien kann zunächst Unsicherheit hervorrufen. Deshalb hat Tigercat viel Zeit und Ressourcen in den proaktiven Austausch mit der EPA und den Bundesstaaten investiert, und zwar nicht nur, um die Anforderungen zu erfüllen, sondern auch, um mehr Klarheit und Unterstützung zu bieten.
Heute ist die Botschaft an potenzielle Käufer klar und beruhigend: Die regulatorischen Grundlagen sind geschaffen. Die entscheidende Feststellung der EPA liegt vor, einschließlich der Nichtanwendbarkeit gemäß den Abschnitten 129 und 111 sowie der Befreiung von den CISWI-Vorschriften. Mehrere Betreiber von Carbonizern können nachweisliche Erfolge mit Pilotprojekten vorweisen, mit zunehmenden Einsätzen in North Carolina, Florida und Texas sowie Fortschritten bei der Erteilung von allgemeinen Genehmigungen in Oregon. Tigercat arbeitet weiterhin daran, die Verfahren auf bundesstaatlicher Ebene zu standardisieren.
Tigercat Industries und das Tigercat-TCi-Händlernetzwerk stehen Ihnen dabei in jeder Phase unterstützend zur Seite. Wenn Sie einen 6040 Carbonizer für Ihren Betrieb erwägen, wenden Sie sich an Ihren nächstgelegenen Händler, um über Ihren Standort und die geplante Nutzung zu sprechen und zu erfahren, wie unsere Erfahrung im Genehmigungsprozess zu einer reibungslosen und erfolgreichen Inbetriebnahme beitragen kann.
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