Ein auf Mulcharbeiten spezialisiertes Unternehmen setzt Tigercat und TCi Spezialmaschinen für Arbeiten ein, die entscheidend zur langfristigen Gesundheit der kalifornischen Wälder beitragen.
— Paul Iarocci
Kelly Holt aus Chester, Kalifornien, ist bereits in dritter Generation in der Forstbranche tätig. Sein Großvater Jay Holt gründete M&J Logging. Als Unternehmer und Gründungsmitglied der Associated California Loggers (ACL) war er der Branche sechs Jahrzehnte lang verbunden. Kellys Vater Tim führte das traditionsreiche Familienunternehmen weiter, das bis heute unter dem Namen Holt Logging, Inc. tätig ist. 1998 war er außerdem Präsident der ACL.
Kelly wuchs mitten in der Forstbranche auf. An der Seite seines Großvaters und seines Vaters lernte er alle Bereiche des Unternehmens kennen und entwickelte eine tiefe Wertschätzung für die Traditionen und die Verantwortung der Branche. 2010 schlugen er und seine Frau Traci einen neuen Weg ein: Sie konzentrierten sich auf den Nischenmarkt der Mulcharbeiten statt auf die klassische Holzernte. „Als wir damit anfingen, waren Mulcharbeiten noch nicht besonders verbreitet“, erzählt Kelly. Das neu gegründete Unternehmen Diversified Resources erhielt den Zuschlag für ein fünfjähriges Projekt zur Reduzierung der Brandlast in Nevada. „Das hat uns gewissermaßen den Einstieg ermöglicht. Wir begannen mit einem alten Valmet von 2006 mit einem Quadco Mulchkopf. Daraus ist nach und nach ein Fuhrpark mit zehn Maschinen geworden.“
Heute konzentriert sich das Unternehmen auf Waldbrandprävention und die Sanierung brandgeschädigter Flächen. Dazu gehören Vegetationsmanagement, die Anlage von Schutzbereichen und die Reduzierung der Brandlast. Die Aufträge umfassen unter anderem das Ausdünnen und Aufasten von Beständen, das Entfernen von Gestrüpp sowie Mulcharbeiten. Zu den Kunden zählen öffentliche Einrichtungen, regionale Organisationen zum Schutz natürlicher Ressourcen, lokale Gremien zur Waldbrandprävention und private Landbesitzer.
Der Tigercat Fuhrpark
Bejac Corporation ist der Tigercat Händler für Kalifornien sowie für Nevada, Arizona und Utah. Kelly kaufte seine erste Tigercat Maschine 2018: einen M726G Mulcher mit einem 4061 Mulchkopf. 2022 folgte ein 470 Raupenmulcher. Im vergangenen Frühjahr erwarb Kelly den Prototyp des LX825, eines Mulcherträgers mit schwenkbarem Oberwagen, ausgestattet mit dem TCi 4154-15 Mulchkopf. Obwohl der LX825 zum Zeitpunkt unseres Besuchs erst wenige Hundert Betriebsstunden absolviert hatte, warteten Kelly und Traci bereits gespannt auf die Lieferung ihrer zweiten Maschine.
Bei Pflegeaufträgen wie diesem spielt der M726G seine Stärken aus. Die Maschine mulcht bereits bearbeitete Waldflächen großflächig und wirtschaftlich. Diese Fläche von Sierra Pacific liegt am Ortsrand von Chester, Kalifornien. Die weiten Baumabstände und der reduzierte Unterwuchs fördern die Waldgesundheit und schützen den Ort vor Waldbränden.
Welche Maschine zum Einsatz kommt, entscheidet das Unternehmen vor allem nach den Geländeverhältnissen. Wie Kelly erklärt, arbeitet der M726G überwiegend auf ebenen Flächen. Da der Radmulcher zügig vorankommt und eine hohe Flächenleistung erzielt, setzt Kelly ihn bevorzugt für Pflegeaufträge ein. „Damit bekommt man am meisten für sein Geld, weil man viel Fläche schafft“, erklärt Kelly.
Der 470 ist kompakt und übt nur sehr wenig Druck auf den Boden aus. „Auf felsigem Untergrund tut er sich etwas schwer, weil er einen starren Rahmen hat und der Fahrer direkt vor dem Drehpunkt sitzt“, sagt Kelly. „Dafür ist der 470 in steilerem Gelände richtig gut. Er klettert wie eine Bergziege. Wir arbeiten mit ihm meist an Hängen mit bis zu 65 % Steigung.“
Trägermaschinen mit schwenkbarem Oberwagen wie den LX825 setzt Kelly im schwierigsten Gelände und unter härtesten Bedingungen ein. Er berichtet erfreut, dass sein Fahrer noch keinen einzigen Mulchhammer beschädigt hat, obwohl die neue Maschine durchgehend auf felsigem Untergrund arbeitet. Die großen, zweiteiligen Hartmetallspitzen halten Steinschlägen ausgesprochen gut stand und erzeugen grobes Mulchmaterial, das die Vorgaben seiner Aufträge problemlos erfüllt.
Wie der 470 ist auch der LX825 bewusst kompakt ausgelegt. Dank des neuen Untergestells ist der LX825 rund 13 cm schmaler als sein Basismodell LX830E und kommt auf eine Gesamtbreite von 3,25 m. Zusammen mit einem leichteren Auslegersystem ergibt sich eine Gewichtsreduzierung von fast 4.000 kg gegenüber dem LX830E.
Ein zweiteiliger Auftrag zur Reduzierung von Brandlasten. Der LX825 kommt nach dem Ausdünnen mit Nutzholzgewinnung zum Einsatz, um an beiden Seiten der Zufahrtsstraße einen breiten, beschatteten Brandschutzstreifen zu schaffen.
Darüber hinaus dringt die Maschine in den dichten Wald jenseits des Brandschutzstreifens vor und entfernt nicht vermarktbares Schwachholz sowie Unterwuchs, was die Gesundheit und Widerstandsfähigkeit des Waldes fördert.
„Es gibt mehrere Gründe, warum ich diese kleinere Trägermaschine haben wollte“, erklärt Kelly. „Zum einen gibt es in gepflanzten Beständen häufig Vorgaben zum Baumabstand, beispielsweise 4,5 bis 6 Meter. Wenn man einzelne Bäume stehen lässt, steht schon mal einer mitten im Arbeitsbereich. Man fährt auf ihn zu und muss dort wenden. Mit einer größeren Trägermaschine könnte man dabei den Baum entwurzeln oder mit der Raupenkette dagegenstoßen. Hinzu kommen Auflagen zur Bodenverdichtung. Ist der Bodendruck zu hoch, darf man unter Umständen gar nicht erst ein Angebot für den Auftrag abgeben.“
Der zweite Grund ist der Transport. „Unsere Tieflader sind nur für ein bestimmtes Gewicht ausgelegt. Hier oben auf diesen Straßen bräuchte ich beim LX830 vorne und hinten ein Begleitfahrzeug und müsste seitliche Verbreiterungen am Tieflader anbringen.“ Die kompakteren Abmessungen sind für Kelly ein großer Vorteil, da die Maschinen bis zu zehnmal jährlich den Einsatzort wechseln. „Wenn ich Bäume fällen und transportieren würde, also in der Holzernte tätig wäre, würde ich einen 830 wählen. Denn dafür braucht man das zusätzliche Gewicht. Man braucht Stabilität. Und einen starken Raupenantrieb. Aber um den Mulchkopf zu bewegen, braucht man das nicht. Das einzige Gewicht, das die Maschine trägt, ist der Mulchkopf.“
Ein weiterer großer und für Kelly eher unerwarteter Vorteil ist der Kraftstoffverbrauch. Der LX825 wurde speziell für das Mulchen konzipiert, mit hocheffizienten Hydraulikkreisläufen und einem hohen Volumenstrom zum Mulchkopf. Dabei verbraucht die Maschine bei gleicher Produktivität über 30 % weniger Kraftstoff als seine anderen Trägermaschinen mit schwenkbarem Oberwagen.
„Wenn ich Bäume fällen und transportieren würde, also in der Holzernte tätig wäre, würde ich einen 830 wählen. Denn dafür braucht man das zusätzliche Gewicht. Man braucht Stabilität. Und einen starken Raupenantrieb. Aber um den Mulchkopf zu bewegen, braucht man das nicht. Das einzige Gewicht, das die Maschine trägt, ist der Mulchkopf.“
— Kelly Holt
Der LX825 wurde maßgeblich in Kalifornien entwickelt. Bejac und ausgewählte Forstunternehmen aus der Region verpflichteten sich, ihre Praxiserfahrungen einzubringen, um schnell eine Maschine für die besonderen Anforderungen von Mulcharbeiten und Waldbrandprävention zu schaffen. Die Maschine wurde außerdem mit einem umstellbaren Hydrauliksystem ausgestattet, sodass die Unternehmen den Mulchkopf bei Bedarf problemlos gegen eine Fällsäge austauschen können. Angesichts der großen Mengen an stehendem Totholz in Kalifornien sieht Kelly darin einen zusätzlichen Vorteil bei Aufträgen zur Wiederherstellung von Waldflächen nach Bränden.
Kelly war sowohl vom Entwicklungsprozess als auch von der kontinuierlichen Unterstützung durch Bejac und Tigercat sehr beeindruckt. „Es hat mir großen Spaß gemacht, an Teilen der Entwicklung des Mulchkopfs und der Maschine mitzuwirken. Tigercat Maschinen werden wirklich nach den Bedürfnissen der Kunden gebaut. Ingenieure entwickeln sie, aber die Grundlage dafür liefern die Rückmeldungen der Kunden. Dass Ingenieure tatsächlich anrufen und nach meinen Erfahrungen fragen, bedeutet einem Kunden wie mir enorm viel.“
Das Hydrauliksystem des LX825 ist für Mulcharbeiten optimiert und bietet hohe Leistung und Flächenproduktivität bei geringem Kraftstoffverbrauch. Der TCi 4154-15 Mulchkopf ist optimal auf das Trägerfahrzeug abgestimmt.
Tigercat Bezirksleiter Rob Selby betont, dass Händler und Endkunden für diesen Prozess entscheidend sind. „Ich habe im Laufe der Jahre mehrere solcher Projekte begleitet, bei denen wir während der Entwicklung eng mit Kunden und Händlern zusammenarbeiten. Solche Projekte verlaufen immer erfolgreich, wenn alle eng zusammenarbeiten und im Laufe der Entwicklung viele wertvolle Anregungen einbringen. Aufgabe des Händlers ist es, die richtigen Kunden für diesen Austausch zusammenzubringen.“
Der LX825 im Einsatz
Sierra Pacific Industries ist ein Familienunternehmen der Holzindustrie in vierter Generation mit Sitz in Anderson, Kalifornien. Das Unternehmen besitzt über 970.000 Hektar Wald in Kalifornien, Oregon und Washington und zählt damit zu den größten privaten Grundeigentümern und Schnittholzproduzenten der USA. Das fortschrittlich ausgerichtete Unternehmen öffnet seine Waldflächen für Freizeitaktivitäten wie Wandern, Radfahren, Angeln, Jagen und Skilanglauf.
Durch das Ausdünnen mit Nutzholzgewinnung entsteht ein beschatteter Brandschutzstreifen entlang der Straße. Der Auftrag von Diversified Resources umfasst das Mulchen der Ernterückstände und das Ausdünnen des dichten Bestands jenseits des Brandschutzstreifens (unten mittig im Bild).
Wir besuchten ein Waldgebiet von Sierra Pacific, in dem gerade Holz geerntet wurde. Das Gebiet besteht aus einem Mosaik von Kahlschlagflächen und Flächen mit selektivem Einschlag, die durch ein weit verzweigtes Wegenetz erschlossen sind. Diversified Resources setzte den LX825 im Anschluss an das Ausdünnen mit Nutzholzgewinnung zur Reduzierung der Brandlast ein, um an beiden Seiten der Zufahrtsstraße einen breiten, beschatteten Brandschutzstreifen zu schaffen. Der LX825 mulchte Gestrüpp, Ernterückstände und angesammeltes Totholz am Waldboden des ausgedünnten Bestands. Darüber hinaus drang die Maschine in den dichteren Wald jenseits des Brandschutzstreifens vor und entfernte dort nicht vermarktbares Schwachholz, Unterwuchs und brennbares Material, über das Feuer vom Boden in die Baumkronen übergreifen kann. Das förderte die Waldgesundheit und machte den Wald noch widerstandsfähiger gegen künftige Brände.
Ingenieure entwickeln sie, aber die Grundlage dafür liefern die Rückmeldungen der Kunden. Dass Ingenieure tatsächlich anrufen und nach meinen Erfahrungen fragen, bedeutet einem Kunden wie mir enorm viel.“
— Kelly Holt
Brandschutzstreifen entlang bestehender Wege anzulegen, ist sinnvoll und die naheliegendste Möglichkeit, die Waldbrandgefahr unmittelbar zu verringern. Das vorausschauende Vorgehen von Sierra Pacific ist ein überzeugendes Vorbild, das sich auch auf öffentliche Flächen übertragen ließe. „Die Wege sind bereits vorhanden, und man muss ihre Wirkung als Brandschutzstreifen nur dort verstärken, wo es den größten Nutzen bringt“, so Kelly. „Hier verläuft der Weg oben auf einem Bergrücken, der aus dem Tal aufsteigt. Der Wind treibt die Brände aus dem Tal die Hänge hinauf. Deshalb lässt sich ein Feuer an dieser Stelle gut aufhalten.“ Ein weiterer Vorteil: Waldbrände werden meist von Menschen verursacht, und diese halten sich häufig entlang von Wegen auf. Die Strategie konzentriert die wirksamsten Schutzmaßnahmen somit auf die Bereiche mit dem höchsten Risiko.
Herausforderungen
Bei der Waldbewirtschaftung zur Wiederherstellung gesunder Wälder und zur Verringerung der Waldbrandgefahr ist Kalifornien vermutlich weiter als jede andere Region Nordamerikas. So helfen die lokalen Gremien zur Waldbrandprävention den Gemeinden, sich auf Waldbrände vorzubereiten und ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken: durch Fördermittel, Programmunterstützung, fachliche Beratung, Aufklärungsarbeit, Planung und Schutzmaßnahmen wie Brandschneisen. Neben der Brandbekämpfung bietet Cal Fire fachliche und finanzielle Unterstützung bei der Bewirtschaftung privater Wälder sowie Programme zum Vegetationsmanagement, die kontrolliertes Abbrennen und Forstmulchen umfassen. Auch die California Association of Resource Conservation Districts unterstützt die Umsetzung von Projekten zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Wälder.
Dennoch stehen bis heute auf riesigen Flächen unmittelbar vor Chester nur noch abgestorbene Bäume, deren Holz längst nicht mehr wirtschaftlich verwertbar ist. „Seit dem Dixie-Brand sind fünf Jahre vergangen, und es fällt mir immer noch schwer, in den Ort zu fahren“, sagt Traci.
„Unsere Brände werden immer großflächiger, und das Holz bleibt nur begrenzte Zeit verwertbar. Wenn also rund 400.000 Hektar Wald abbrennen, muss man sich gezielt die besten Bestände heraussuchen. Man holt das gute Holz direkt an der Straße heraus, wo die Holzerntekosten am niedrigsten sind. Ist das Holz nicht mehr verwertbar, muss man die Flächen irgendwie aufarbeiten“, erklärt Kelly. „Vieles davon wird vom Bundesstaat finanziert. Private Landbesitzer können diese Fördermittel beantragen, um möglichst viele der abgestorbenen Bäume zu fällen. Anschließend werden die Flächen wieder aufgeforstet.“
Auf Bundesebene versuchen wir, die US-Forstbehörde dazu zu bewegen, den Holzverkauf und die Reduzierung von brennbarem Material auszuweiten.
— Traci Holt
Obwohl Kalifornien eine Vorreiterrolle bei der Waldbewirtschaftung zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Wälder einnimmt, beruht das Konzept zur Waldbrandprävention auf einem komplexen System öffentlicher Mittel und Förderprogramme. Traci übernimmt die administrativen Aufgaben rund um Projektmanagement, Förderanträge, die Ausarbeitung von Richtlinien und die Einhaltung von Vorschriften. Da die Aufträge häufig von staatlichen Fördermitteln abhängen, ist auch die Interessenvertretung ein wichtiger Teil ihrer Arbeit. „Auf Bundesebene versuchen wir, die US-Forstbehörde dazu zu bewegen, den Holzverkauf und die Reduzierung von brennbarem Material auszuweiten. „Wir haben gerade eine Delegation in Washington, D.C., die mit den Verantwortlichen spricht, die die nötigen Befugnisse haben und die Entscheidungen treffen können, um den Prozess an der Westküste zu beschleunigen.“
Die Interessenvertretung muss verschiedene Themen und Zielgruppen berücksichtigen. Es geht nicht nur darum, sich für mehr finanzielle Mittel einzusetzen, sondern auch darum, eingefahrene Denk- und Arbeitsweisen in den Behörden zu verändern und zugleich die öffentliche Wahrnehmung zu beeinflussen. Das ist schwierig, aber wichtig, denn die öffentliche Meinung wirkt sich auf staatliche Entscheidungen aus. „Wenn man sich die vom Dixie-Brand betroffenen Flächen hier in der Umgebung ansieht, stehen dort noch viele abgestorbene Bäume“, sagt Kelly. „Und zwar auf den Flächen in Bundesbesitz, weil dort nichts unternommen wurde. Man hätte etwas tun können, hat sich aber aus irgendeinem Grund dagegen entschieden. Auf den privaten Flächen von Sierra Pacific, Collins und Beatty dagegen haben alle das Holz geerntet, solange es noch wirtschaftlich verwertbar war. Anschließend haben sie die Flächen aufgearbeitet und wieder aufgeforstet.“
„Wir setzen uns auch dafür ein, dass die Bundesregierung auf diesen Flächen die richtigen Maßnahmen ergreift“, ergänzt Traci. Wo sich das geschädigte Holz noch verwerten lässt, könnten die Erlöse einen Teil der Kosten für die Aufarbeitung der Flächen decken. Bleiben die Flächen sich selbst überlassen, hat das erhebliche Folgen: Gefahren durch noch stehende abgestorbene Bäume, Erosion, eine Beeinträchtigung der Wasserqualität und die Ausbreitung invasiver Arten. Wer nach dem Vorbild privater Waldbewirtschafter wie Sierra Pacific frühzeitig Holz erntet und die Flächen mulcht, trägt zur Finanzierung der Waldbrandprävention bei und verbessert damit voraussichtlich die Zukunftsaussichten der kalifornischen Wälder.
Ein Unternehmer, der selbst mit anpackt. Kelly ist in der Branche aufgewachsen. Sein Praxiswissen, seine Erfahrung als Maschinenführer und sein technisches Geschick ergänzen Tracis Stärken im Projektmanagement, beim Verfassen von Förderanträgen, bei der Entwicklung von Richtlinien, der Einhaltung von Vorschriften und der Interessenvertretung perfekt.
Angesichts der enormen Zahl und Größe der Brände in Kalifornien scheint sich die öffentliche Wahrnehmung allmählich zu wandeln. Ganze Orte wurden dem Erdboden gleichgemacht, eindrucksvolle Waldgebiete in kahle Mondlandschaften verwandelt. Starre Haltungen im Umweltschutz machen deshalb allmählich pragmatischeren Ansätzen Platz.“ „So traurig es klingt, aber es ist fast so, als hätte erst Hollywood abbrennen müssen, um den Menschen die Augen für unsere Probleme zu öffnen“, sagt Traci.
Kelly war beim Dixie-Brand im Einsatz. „Ich weiß noch, wie sich das Feuer in einer Nacht innerhalb von nur zwölf Stunden auf mehr als 40.000 weitere Hektar ausbreitete. Die Flammen bewegten sich mit rund 110 Kilometern pro Stunde.“ Irgendwann erreichte das Feuer Chester und kam dem Grundstück und dem Haus der Holts bedrohlich nahe. So nahe, dass ein Holzstapel und die Ladefläche eines ihrer Tiefladeanhänger Feuer fingen. Traci telefonierte mit einem Mitarbeiter des Unternehmens, der sich auf dem Grundstück befand. „Ich konnte das Feuer durch das Telefon hören“, erzählt Traci. „Es dröhnte im Hintergrund wie ein Güterzug.“
Erinnerungen wie diese motivieren Traci und Kelly. Für sie steht viel auf dem Spiel. In gewisser Weise kommt ihre Arbeit unmittelbar ihrer eigenen Umgebung zugute und schützt sie. Und der Erfolg ist für jeden sichtbar. Kelly kann auf Waldflächen verweisen, auf denen das Unternehmen vor dem Dixie-Brand Präventionsmaßnahmen durchgeführt hatte und die direkt an unbehandelte Flächen grenzen. Der Kontrast ist deutlich: Der behandelte Wald überstand das Feuer, der unbehandelte brannte nieder. Kelly fasst zusammen: „Für uns als Familienunternehmen über mehrere Generationen zählt vor allem, dass wir hochwertige Arbeit leisten, zu unseren Werten stehen und verantwortungsvoll mit dem Wald umgehen. Uns geht es nicht nur ums Geld. Uns geht es um unseren guten Ruf.“